Förderkreis zur Erhaltung der St. Hippolytkirche

 

       Rundbrief Nr. 6

                                                             Karlstein, im Mai 2009

 

Liebe Mitglieder des Förderkreises, sehr geehrte Damen und Herren,

 

erinnern Sie sich noch? Vor drei Jahren, am 29. Juni 2006, dem Patroziniumstag der Pfarrkirche St. Peter und Paul, wurde unser Förderkreis gegründet.

Inzwischen steht die Sanierung der St. Hippolytkirche kurz vor der Vollendung.

Unser Förderkreis hat mit den Beiträgen seiner inzwischen knapp 400 Mitglieder und mit vielfältiger Unterstützung der Ortsvereine, der katholischen Verbände, des Pfarrgemeinderats, der Kommunionkinder, der Karlsteiner Kulturstiftung, mancher Unternehmen, der Sparkassen und Banken, einiger Schuljahrgänge, vielen Einzelspendern und anderen Gruppierungen wie „Holzwürmer“ oder „Wallfahrtsgruppe“… und durch Einnahmen aus Benefizkonzerten in diesen 3 Jahren über 90.000 Euro zusammengebracht. Das ist wahrlich eine Erfolgsgeschichte.

Von diesem Geldbetrag wurden bis heute etwa 40.000 € für die abgeschlossene Außensanierung aufgewendet und weitere 25.000 € für die Innensanierung freigegeben.

Vom Förderkreis übernommen werden daneben die durch Spenden nicht gedeckten Kosten für die hervorragend gelungene Restaurierung der beiden großformatigen Ölgemälde, die Wärmedämmung der Zwischendecke des Haupt- und Nebenschiffes, die anstehende Installation der Bankheizung und die Polsterung der Bänke. Wir rechnen damit, dass für die aufgezählten Maßnahmen insgesamt um die 100.000 Euro aus Mitteln des Förderkreises notwendig sind.

 

Innengestaltung der Hippolytkirche

Die Vorstandschaft des Förderkreises war bei der Ausschmückung des Innenraumes und bei der Gestaltung des Altars wohl in die Beratung einbezogen, hat die endgültige Entscheidung allerdings den zuständigen Stellen überlassen.

Bei der Innensanierung der Hippolytkirche haben das Landesamt für Denkmalpflege und das Bau- und Kunstreferat der Diözese Würzburg großen Wert darauf gelegt, dass die Architektur in ihrer Klarheit und Schlichtheit wieder zur Geltung kommt. Sie werden bei einem Besuch sehen, wie gut das durch den deutlichen Farbenkontrast gelungen ist. Damit der Ostchor sich in seiner ganzen Schönheit präsentieren kann, haben die Entscheidungsträger auf die frühere bildliche Ausschmückung an der südlichen Seitenwand verzichtet. Die vom dem bekannten Aschaffenburger Kirchenmaler Jakob Konrad Bechtold in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts in barockem Stil gefertigten Gemälde, eine Darstellung der Hippolyt-Legende und ein Marienbild, schmücken jetzt mit der ebenfalls restaurierten Hippolytbüste das um 1500 errichtete Seitenschiff. Die gehobene Grabplatte des Dettinger Posthalters Hanns Wiesner (verstorben am 2. Juni 1693) wurde an der nördlichen Seitenwand des Eingangs angebracht. Der vor etwa 20 Jahren von einem oberbayerischen Bildschnitzer in Anlehnung an gotische Meisterwerke erstellte kleine Flügelalter, gespendet von dem unvergessenen Gönner unserer Pfarrei Alois Hommrich, hat einen würdigen Platz an der südlichen Seitenwand des Hauptschiffes gefunden.

   

Neuer Dreiflügel-Altar

Das von der Diözese Würzburg gestiftete Altarretabel, ausdrucksstark und in kräftigen Farben gestaltet von dem bekannten Kölner Maler Markus Fräger, ist ein dem Gotteshaus würdiger Blickfang, der sich in Form und Maß an dem historischen Vorbild des gotischen Dreiflügel-Altars orientiert. Mit Markus Fräger hat ein Vertreter zeitgenössischer Kunst, der mit seinen Werken bereits im Vatikanischen Museum, Im Würzburger Museum am Dom und in der Würzburger Neumünsterkirche vertreten ist, diesen kirchlichen Auftrag erhalten. Es wird Besucher geben, denen die Spannung von spätgotischer Architektur und moderner Malerei zunächst zu gewagt erscheint. Die Unterzeichner dieses Rundbriefes sind aber sicher: Wer länger betrachtet und sich packen lässt, wird in dieser Begegnung von zeitgenössischer Kunst und Evangelium die richtige Antwort auf existenzielle Fragen von heute sehen, denen sich die Kirche nicht verweigern sollte. Dieses modern gestaltete Altarbild lädt zu persönlicher Andacht und zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben ein.

 

Wie geht es weiter?

Am Pfingstsamstag, 30. Mai 2009, 18.00 Uhr, findet in der Hippolytkirche ein Kirchenkonzert mit geistlichen Liedern, darunter dem Monat Mai entsprechend natürlich auch Marienlieder, unter Mitwirkung der beiden Dettinger Gesangvereine „Einigkeit“ und „Liederblüte“ stattfinden. Im Anschluss daran ist ein kleiner Umtrunk geplant, vielleicht untermalt mit abendlichen Serenadenklängen des Musikvereins Harmonie.

Im Rahmen des Konzertes wird auch den Ortsvereinen und anderer Gruppen, die mit ihren Spenden und Aktivitäten zur Sanierung der Hippolytkirche beigetragen haben, gedankt werden.

Am Pfingstsonntag, 31. Mai 2009, 18.00 Uhr, wird die sanierte Hippolytkirche wieder offiziell in den kirchlichen Dienst gestellt. Die Festpredigt wird Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen, Kunstreferent der Diözese Würzburg, halten.

Wahrscheinlich werden auch Kirchenführungen angeboten.

 

Zu den genannten Veranstaltungen laden wir die Mitglieder des Förderkreises, die Vertreter der Ortsvereine und die interessierte Einwohnerschaft schon jetzt sehr herzlich ein.

Wir hoffen auf weitere Unterstützung, damit das Werk zu einem guten Ende gebracht werden kann.

 

Mit freundlichen Grüßen

im Namen der Vorstandschaft

 

Helmut Winter            Winfried Bruder               Helmut Reisert           Pfarrer Uwe Hartmann

1. Vorsitzender            2. Vorsitzender                2. Vorsitzender           Pfarrverweser

 

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