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01.11.2006: Rundbrief Nr. 2
Artikel vom 23.September im Main-Echo:
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Führungen in der St. Hippolytkirche am 10. September 2006 250 – 300 Besucher besuchten am „Tag des offenen Denkmals“, an dem die St. Hippolytkirche von 10 bis 17 Uhr geöffnet war, das unter Denkmalschutz stehende Baudenkmal. Die Berichterstatterin des Main-Echo, Frau Doris Huhn, die an einer der auf großes Interesse stoßenden Führungen teilnahm, schreibt im Main-Echo vom 12. 9. 2006 darüber: Den „Tag des offenen Denkmals“ nutzte der Förderkreis zur Erhaltung der Dettinger St. Hippolytkirche, um das spätgotische Bauwerk der Öffentlichkeit vorzustellen. Vorsitzender Helmut Winter, Alt-Bürgermeister von Karlstein, bot zwei Führungen an. Bereits die 11-Uhr-Führung war gut besucht. Sogar Familien mit Kindern waren gekommen, um sich zu informieren. Nicht nur auf der neuen Homepage des Förderkreises wird deutlich, wie viele Erinnerungen mit dem Gotteshaus verbunden werden. Eine nach Berlin verheiratete Frau schwärmt noch heute von den Adventskonzerten, die sie mit dem Jugendchor des Gesangvereins Einigkeit dort gegeben hat. Ehrenbürger Rudolf Wöhrl wurde in der Alten Kirche, wie sie im Ort genannt wird, getauft. Viele Geheimnisse stecken in St. Hippolyt, die noch nicht gelöst sind. Detektivische Kleinarbeit müsste zum Beispiel im Archiv des Stiftsmuseums betrieben werden, um mehr herauszufinden. Eine Inschrift in der Fensterlaibung weist darauf hin, dass hier zu Ehren des heiligen Hippolyt eine kleine Wallfahrtskirche stand. 1447 wurde auf den Fundamenten dieser Vorgängerkirche aus fränkischer Zeit St. Hippolyt gebaut. Doch von wem? Dettingen hatte damals höchstens 60 Einwohner, arme Leute. Auf keinen Fall konnte die Kirche nur dem Abhalten von Gottesdiensten gedient haben. Das Stift Aschaffenburg oder das Bistum Mainz müssen ein Interesse daran gehabt haben, dass in Dettingen eine Wallfahrtskirche steht. Der Legende nach wurde ein Mann aus dem Gefolge Karls des Großen von einer Fußkrankheit geheilt. Deshalb wurden am 13. August, dem St. Hippolyt-Tag, Wachsfüße geopfert in Hoffnung auf Heilung. Münzfunde aus den Jahren 1340 bis ins 17. Jahrhundert deuten auf Münzopfer hin, Hühner und Korn wurde ebenfalls geopfert. Anhand von Stilmerkmalen erklärte Winter das Ordnungsprinzip des spätgotischen Baus, das auf eine transzendentale Ebene hinweist. Maße und Zahlen spielten eine Rolle, man wollte Schönheit und Harmonie zeigen. Die eindeutige Handschrift der Frankfurter Steinmetzschule Madern Gerthener tragen das Sakramentshäuschen und der Zelebrantensitz. Ähnliche Stilelemente sind in der Hörsteiner Kirche und der Aschaffenburger Stiftskirche zu finden. Der erst vor kurzem gegründete Förderkreis zählt bereits 253 Mitglieder. Von der für die dringendsten Renovierungen erforderlichen Summe von 400 000 Euro konnten schon 200 000 Euro aufgebracht werden. Über den Stand und Fortgang der Arbeiten informiert die Homepage www.hippolyt-dettingen.de
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![]() ...danke für die gelungenen Fotos von Herrn Helmut Reisert! |
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