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Neu: Zeitungsartikel vom 23.09. in "Aktuelles"

Hilfe für die St. Hippolytkirche in Dettingen

Als ein mächtiger Zeuge vergangener Jahrhunderte grüßt die St. Hippolytkirche von einem Hügel in Dettingen. Sie gehört zu unserem kulturellen Erbe und steht deshalb auch zu Recht unter Denkmalschutz. 

Diese Kirche ist ein Schmuckkästchen später Gotik. Ihre architektonische Schönheit liegt vor allem in der Klarheit und Einfachheit der Innenraumgestaltung. Wahre Schätze spätgotischer Steinmetz-Kunst sind das Sakramentshäuschen und der Zelebrantensitz. Im Kreuzrippengewölbe des Zelebrantensitzes befindet sich statt eines Schlusssteins ein T-förmiges Kreuz, das sich stilisiert als „Dettinger Kreuz“ auch im Ortswappen der Gemeinde Karlstein findet.

Rundbrief Nr.4

vom 05.11.2007

Die Stilmerkmale des Zelebrantensitzes verweisen auf die von Werkmeister Madern Gerthner (um 1360 – 1430)  begründete Frankfurter Bauhütte. Durch Anlage und Formenwahl gibt sich diese Nische als Nachfolge der Kunst Madern Gertheners zu erkennen. Auch das Sakramentshäuschen zeigt typische Merkmale der Gerthenerschen Ornamentsprache.

Heute kann aufgrund von Grabungen und Münzfunden als gesichert gelten, dass die unter dem Mainzer Kurfürsten Dietrich von Erbach 1445 erbaute Kirche auf den Fundamenten einer Vorgängerkirche – wohl aus fränkischer Zeit – errichtet wurde und als Wallfahrtskirche über unsere Region hinaus von Bedeutung war. Wohl wegen der Wallfahrten wurde die Kirche in der Amtszeit der Erzbischöfe Diether II. von Isenburg (1475-1482) und Uriel von Gemmingen (1508-1514) durch ein zweijochiges Seitenschiff erweitert.  Die erste sichere urkundliche Erwähnung einer Kirche in Dettingen stammt aus dem Jahre 1340. Die wenigen Einwohner Dettingens – in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts bei 7 bis 8 Familien vielleicht 60 Personen – können diese Kirche nicht finanziert haben. Die Rätsel um den Stifter bzw. Bauherren der Kirche, den Baumeister, die Werkleute, die Kosten, deren Finanzierung und die möglicherweise auf einem noch früheren Kult beruhende überregionale Bedeutung des Gotteshauses lassen sich derzeit nicht lösen, auch wenn eine Beschreibung aus dem 17. Jahrhundert mit Schilderung der Wallfahrt zum Hippolyttag überliefert ist. Vielleicht gelingt später die Entzifferung von Zeichen auf einem großen Fundamentstein. 

Nach der Sage hat Karl der Große als Dank für die Fußheilung  eines seiner Begleiter zu Ehren des heiligen Hippolyt, der von den Franken als Pferdepatron verehrt wurde, diese Kirche errichten lassen. Die Sagen um den Karlstein, die Grenzbeschreibung um das Jahr 1000 mit dem „lapis Caroli“ und der Gewann-Name Karlstein könnten auf einen wahren Kern deuten, beflügeln zumindest die Spekulation um eine berühmte Wallfahrtskirche.  Bis ins 19. Jahrhundert wurden tatsächlich bei den alljährlichen Wallfahrten Wachsfüße oder mit Korn gefüllte Strümpfe geopfert. Auf dem einstigen Hochaltarbild der Kirche ist die Hippolyt-Legende dargestellt, nach der der Heilige seines Glaubens wegen zu Tode geschleift wurde.

Immer wieder musste diese durch Witterungseinflüsse und kriegerische Ereignisse beschädigte Kirche in Stand gesetzt werden. So nach dem Markgräfler Krieg und nach dem Dreißigjährigen Krieg. Die letzte Innensanierung erfolgte 1950, die letzte Außensanierung 1976. Inzwischen wird eine Generalsanierung dringend notwendig, wenn man dem zunehmenden Verfall Einhalt gebieten und die Kirche weiter für Gottesdienste, Hochzeiten und kulturelle Veranstaltungen nutzen will.

Wie aber sollen geschätzte 400.000 € aufgebracht werden, wenn Diözese und Pfarrei wegen eigener Geldnot und vielen Verpflichtungen nur einen Teil der Kosten tragen können?   

Sanierung abgeschlossen

Die politische Gemeinde Karlstein hat mit der Bereitstellung von 100.000 € für die Sanierung ein Signal gesetzt. Aber selbst wenn die im Finanzierungsplan eingestellten Zuschüsse in voller Höhe eintreffen, müssen noch etwa weitere 100.000 €  aufgebracht werden.

Die erfolgte Gründung eines Förderkreises zur Erhaltung der St. Hippolytkirche soll ein wichtiger Baustein für den Erhalt der St. Hippolytkirche werden. Mit dem jährlichen Mitgliederbeitrag von mindestens 12,-- € und den erhofften Spenden  sollen wenigstens 50.000 € aufgebracht werden. Auch eine höhere einmalige Spende von 100,-- € und mehr berechtigt zur Mitgliedschaft.

     

Wer mithelfen will, dass ein großes Werk gelingt, wird gebeten, dem Förderkreis beizutreten.

Beitrittserklärungen liegen in der Pfarrkirche, im Pfarrbüro, bei den örtlichen Sparkassen und Banken und in einzelnen Geschäften aus.

Das Konto des Förderkreises: Kto-Nr. 273422 bei der RV-Bank Alzenau (BLZ 79567531).